Um Träume zu verwirklichen, braucht es immer auch eine finanzielle Planung im Hintergrund. Hier erfährst du, wie du erste Schritte setzen kannst, um deine Lebensziele zu erreichen und deine Träume zu verwirklichen.
1. Lass dich nicht verwirren
In der heutigen Zeit sind wir mit immer mehr Informationen überflutet. Soziale Medien überhäufen uns mit Ratschlägen von Influencern, wie wir das Leben am besten gestalten und Finanzen organisieren sollten. Zu viel Input von außen und zu viele verschiedene Meinungen können jedoch mehr verwirren als Klarheit schaffen.
Deshalb ist es empfehlenswert, den Einfluss von sozialen Medien zunächst auszublenden und sich bewusst auf die eigene finanzielle Situation zu konzentrieren. Jeder Mensch hat unterschiedliche Voraussetzungen, Ziele und Wünsche – und genau darauf sollte deine finanzielle Zukunft ausgerichtet sein.
2. Echtes Wissen anstatt Doomscrolling
Doomscrolling bezeichnet das zwanghafte Konsumieren negativer Nachrichten im Internet, das sogar zu Stress- und Angstzuständen führen kann.

Um dem entgegenzuwirken, ist es hilfreich, bewusste Pausen von sozialen Medien zu machen oder sich kurze Zeitfenster festzulegen. Nur in diesen erlaubt man sich dann, Nachrichten und Social Media zu konsumieren.
Wenn du einen bewussten Schritt in eine sichere, finanzielle Zukunft tun möchtest, könntest du statt Social Media Bücher oder Fachzeitschriften von vertrauenswürdigen Finanzquellen lesen und dir etwas solides Wissen aneignen. Auf diesem Weg lässt sich eine mögliche Finanzplanung für den eigenen Weg fokussierter und ohne Ablenkung schaffen.
3. Soft Saving statt Verzicht
Statt auf große Dinge zu verzichten, kannst du mit „Soft Saving“ im Alltag kleine Einsparungen vornehmen, die dich nicht in großem Maße in deiner Lebensqualität einschränken. Diese können jedoch, wenn du langfristig dranbleibst und das ersparte Geld gut anlegst, für deine Zukunft gewinnbringend sein.
Zum Beispiel könntest du deinen morgendlichen Kaffee oder Matcha-Drink zu Hause zubereiten, anstatt ihn unterwegs zu kaufen, oder öfter selbst kochen, anstatt auswärts zu essen. Kleine Anpassungen im Alltag können dir helfen, Geld zu sparen, ohne dass du auf die Dinge verzichten musst, die dir wichtig sind.
Denn auch schon mit kleinen Beträgen kannst du beginnen, anzusparen: Fondssparen ist bereits ab einem Betrag von 50 Euro monatlich möglich. Das ersparte Geld, wenn es gut angelegt wird, profitiert auch vom Zinseszinseffekt: Dein angelegtes Kapital wächst nicht nur durch die Zinsen, sondern auch durch die Zinsen auf die bereits erhaltenen Zinsen, wodurch sich dein Geld exponenziell vermehren kann.
4. Ziele setzen, die dich motivieren
Laut Analyse einer Finanz-App sparen 47 % der Gen-Z-Nutzer nicht für ihre Zukunft an. 44 % der jungen Menschen haben ihre Kreditkarte bereits mindestens einmal überzogen und glauben, dass Sparen angesichts einer unsicheren Zukunft sinnlos ist.* Dies kann jedoch fatale Folgen haben. Gerade in Zeiten von Staatsverschuldungen und ungewissen Pensionsrücklagen sollte auf jeden Fall privat vorgesorgt werden.
Beginne deshalb mit einer groben Finanzplanung und setze dir Ziele, die dich wirklich motivieren, anzusparen. Stelle dir folgende Fragen:
Was möchtest du im Leben gerne erreichen?
- Sind größere Reisen ein Traum von dir?
- Siehst du dich in fünf bis zehn Jahren in einem Haus mit Garten?
- Möchtest du in Weiterbildung investieren oder
- dich finanziell für deine Zukunft absichern?
Hast du deine Vision vor Augen, bleibst du viel konsequenter dran am Ansparen und es gelingt dir um einiges leichter, deine Lebensziele auch wirklich in die Tat umzusetzen.
5. Überprüfe, wieviel Geld du hast
Wirf einen Blick auf dein Erspartes und verschaffe dir einen Überblick:
- Wieviel Geld hast du zur Verfügung?
- Hast du etwas Geld für Notfälle (Reparaturen) beiseite gelegt?
- Wieviel kannst du monatlich ansparen?

Um einen guten Polster aufzubauen, ist es sinnvoll, 10 bis 20 % deines Einkommens zu sparen. Vielleicht kannst du in einigen deiner Ausgaben etwas einsparen, damit du auf diesen Prozentbereich kommst und gut für dich und deine Zukunft vorsorgen kannst.
Wenn du dich nicht bewusst mit deinen Finanzen beschäftigst und dein Geld nicht im Überblick hast, kann es passieren, dass du mehr ausgibst, als du verdienst. So wird es schwieriger, Geld für die Zukunft und die Verwirklichung deiner Wünsche und Träume anzusparen.
6. Die magische Formel anwenden
Die magische Formel der Fünf-Konten-Regel bietet eine strukturierte Methode, um dein Geld bewusst auszugeben und anzulegen. Diese Regel teilt dein Einkommen in fünf verschiedene Kategorien.
Was auf den ersten Blick etwas skurril erscheinen mag, macht in der Realität sehr viel Sinn. Beim Fünf-Konten-Modell wird jedes Konto für einen bestimmten Zweck eingerichtet und genutzt. Dieser bewusste Fokus, seine Ausgaben genau im Rahmen zu halten und ein fixes Konto für das Sparen einzurichten, gibt einen geradlinigen Weg vor, mit dem Thema Geld bestmöglich umzugehen.
So könnte eine mögliche Aufteilung aussehen:
- Leben – ca. 50 %:
Abdeckung der grundlegenden Lebenshaltungskosten wie Miete, Lebensmittel und Fixkosten. - Ansparen – ca. 20 %:
Dieser Teil ist für deine Zukunft gedacht – Ansparen für deine Lebensziele, größere Anschaffungen oder für den Ruhestand. - Spaß / Wünsche – ca. 10 %:
Geld soll Freude bereiten! Dieser Anteil ist für Freizeitaktivitäten, Hobbys und alles, was dir Spaß macht, gedacht. - Bildung – ca. 10 %:
Investiere in dich selbst. Nutze etwas von deinem Geld für Weiterbildung, Kurse und Bücher, die dir helfen, persönlich und beruflich zu wachsen. - Reserven für größere Anschaffungen – ca. 10 %: Plane einen Teil deines Geldes für Notfälle ein, für Reparaturkosten, anfallende Renovierungen etc.
7. Tausche dich aus!
Tausche dich mit deinen Freunden offen zum Thema Geld aus! Je öfter wir über Geld und die Erreichung unserer Ziele sprechen, umso aktiver bleiben wir dran. Es motiviert uns förmlich selbst und animiert auch deine Freunde, etwas für sich und ihre finanzielle Vorsorge zu tun.
Wenn wir offen über Geld sprechen, lernen wir auch jede Menge dazu. Wir erfahren, wie das andere mit dem Ansparen machen und stoßen auf neue Möglichkeiten puncto Geldanlage.
Über Themen, die uns beschäftigen, offen zu reden, hilft auch, Stress abzubauen und bessere Entscheidungen zu treffen.
8. Eine bunte Streuung
Eine der wichtigsten Regeln des Investierens ist eine bunte Streuung: Wähle verschiedene Formen des Ansparens sowie unterschiedliche Ansparzeiten, um in jeder Phase deines Lebens verfügbares Geld zu haben.
Auch beim längerfristigen Investieren ist es wichtig, das Geld in verschiedene Anlageklassen (wie Aktien, Anleihen, …) und in unterschiedliche Branchen und Regionen anzulegen, um das Risiko zu minimieren. Fonds sind Wertpapiere, die automatisch aus verschiedenen Anlageklassen bestehen – Diversifikation ist also in der DNA von Fonds festgeschrieben.
Fonds sind insbesondere für langfristiges Anlegen gedacht: Während Kapitalmärkte vor allem kurzfristig hohen Kursschwankungen ausgesetzt sind, so erhöht sich bei längerer Anlagedauer die Chance, von deren Ertragschancen zu profitieren. Hinweis: Wertschwankungen bis hin zu Kapitalverlusten müssen bei Investmentfonds immer beachtet werden. Je langfristiger man investiert, umso höher wird die Chance auf höhere Erträge.
9. Lass dich gratis beraten
Wenn du dir unsicher bist, welche Anlageform für dich die passendste ist, kannst du jederzeit kostenlos und unverbindlich die Beratung von professionellen Finanzexpert:innen in Anspruch nehmen. Viele Online-Finanztipps von Finfluencern basieren oft auf selbst erworbenem Wissen, während professionelle Berater:innen über eine fundierte Ausbildung verfügen.
Auch in deiner Nähe findest du Berater:innen, die dir kostenlos helfen. Hier kannst du ohne Scheu alle deine Fragen stellen, die dir zu diesem Thema am Herzen liegen. Klicke hier, wenn du dich unverbindlich beraten lassen möchtest: Kontaktformular.
10. Geduldig und konsequent bleiben
Fonds und andere Wertpapier-Investitionen sind für langfristige Ziele gedacht. Kursschwankungen sind in diesem Bereich etwas Alltägliches und gehören dazu. An den Finanzmärkten wird das Wort Schwankungen häufig durch den Begriff der Volatilität ersetzt: Diese beschreibt die Intensität von Kursschwankungen während eines bestimmten Zeitraums.
Diese Schwankungen sollten dich nicht dazu verleiten, voreilige Entscheidungen zu treffen. Die Historie zeigt, dass regelmäßiges und diszipliniertes Investieren, langfristig eher zu einem Vermögensaufbau verhelfen.
Wir hoffen, dass diese Tipps dich animieren, deine Finanzen zu ordnen und gute Entscheidungen zu treffen. Denk dran, es ist nie zu früh, um mit deiner finanziellen Reise zu beginnen!